Unvorhersehbar

Irgendwann Mitte August:

Ich helfe einer Kundin, verschiedene Kräuter zu finden.

Kundin: „Und dann brauche ich noch eine Zucchini- und eine Kürbispflanze.“

Ich: „Tut mir leid, die sind ausverkauft.“

Kundin: „Wieso denn das?“

Ich: „Weil die Hauptsaison für diese Pflanzen Mitte Mai ist, das ist zwei Monate her.“

Kundin: „Aber meine haben die Schnecken gefressen.“

Ich: „Das tut mir leid, aber so was können wir nicht einplanen.“

Kundin: „Wieso nicht?“

Ich: „Weil wir Gärtner sind und keine Wahrsager.“

Kundin: „Ach so.“ Mit einem Tonfall, als wäre das eine ganz normale Aussage bzw. Wahrsager ein ganz normaler Beruf.

 

Wahrscheinlich ist sie eine Hexe und findet sich in der Muggelwelt nicht so ganz zurecht. Das würde erklären, warum sie immer irgendwie seltsam wirkt.

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Papierschwierigkeiten

Erfahrungsgemäß kaufen die meisten unserer Kunden Pflanzen für sich selbst und nicht als Geschenk, somit fragen wir meistens nicht, ob sie etwas als Geschenk verpackt wollen. (Wenn ich allerdings im Gespräch mitbekomme, das die Pflanze als Geschenk gedacht ist, biete ich es natürlich an.)

Ein Ehepaar bringt eine Blumenschale zur Kasse. Da ich andere Kunden zu bedienen hatte, haben wir vorher nicht miteinander gesprochen. Ich kassiere, die Frau schaut mich finster an.

Kundin: „Ich brauche da ein schönes Papier herum.“ (Mit einem Tonfall, als hätte ich das schon wissen müssen.)

Ich: „Kein Problem, ich habe nur nicht gewusst, dass Sie es verpackt wollen, weil Sie noch nichts davon gesagt haben.“

Ich greife zur Papierrolle.

Kundin: „Nein, nicht so eines! Ich will ein durchsichtiges!“ (Wieder mit einem Tonfall, als wäre ich eine Idiotin, weil ich das nicht gewusst habe.)

Ich: „Gerne. Das ist dann allerdings Cellophan, kein Papier, und wenn Sie ‚Papier‘ sagen, gehe ich natürlich davon aus, dass Sie auch Papier meinen…“

 

Selbst die Kleinkinder, die ich kenne, können zwischen „Papier“ und „nicht Papier“ unterscheiden, aber anscheinend kann man das nicht von allen Erwachsenen erwarten…

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Prost

Heute bei der Prüfung:

Prüfungsaufsicht: „Möchten Sie nichts zu trinken?“

Schüler: „Ja. Einen Schnaps.“

 

Die Aufgabenstellung war… nicht so lustig.

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Schlägertyp?

(Als Hintergrund: Die Altstadt in der nächsten größeren Stadt ist besonders bei den jüngeren Leuten zum Fortgehen beliebt.)

Meine Kundin (eine ältere Dame) deutet auf ihr Auge. „Ich komme gerade vom Augenarzt, ich bin operiert worden. Ich war nicht in der Altstadt in einer Schlägerei.“

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Ausrüstung

Gestern im Kurs, zum Thema: Woher bekommen wir neue Pflanzenarten und -sorten?

Lehrer: „Sagen Sie mir noch einmal, welche Dinge ein Gärtner unbedingt braucht.“

Schüler 1: „Ein eigenes Messer.“

Schüler 2: „Eine eigene Schere.“

Schüler 3: „Einen Zander.“

Lehrer: „Und ’ne Tüte.“

Gut, dann haben wir die offizielle Bestätigung, dass es okay ist, wenn Pflanzen nicht immer… ähm… käuflich zu erwerben sind.

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Stammkunden

Gestern im Kurs:

Lehrer: „Was sind mögliche Gründe, warum Stammkunden wegbleiben?“

Schüler 1: „Weil sie gestorben sind.“

Schüler 2: „Aber das letzte Geschäft, das man mit ihnen macht, ist eh immer das beste – fürs Begräbnis.“

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Küssen

Meine Kundin hat sich schon ein paar Mal verredet, jetzt fällt ihr ein Pflanzenname nicht ein. „Ja verdammt, kann ich heute überhaupt nicht mehr reden?“

Ein daneben stehender Kunde weiß Rat: „Da hilft nur, wenn Sie mehr küssen.“

 

…. wenn das so ist, müsste ich schon längst verstummt sein.

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